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Baustart für Postbahnhof-Projekt in Berlin

Unternehmenscampus integriert historischen Bahnviadukt

Beim Berliner Projekt "Am Postbahnhof" (Foto: Hans Glave/Postbahnhof Development GmbH) haben jetzt die Bauarbeiten begonnen. Das Objekt soll bis zur Fertigstellung im März 2023 rund 24.500 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche bieten. Der moderne Campus für Unternehmen integriert unter anderem einen historischen Bahnviadukt, einen ehemaligen Wasserturm der Reichsbahn sowie eine Drehscheibe für Züge und Waggons.

Entwickelt wurde der Gebäudekomplex von Rainer Bahr von Econcept und Holger Rausch von Minerva. Die beiden Berliner hatten das Grundstück 2019 erworben. Das Objekt ist dann an einen von JP Morgan gemanagten Fonds veräußert worden. Die Baugenehmigung hatte Anfang Januar das Bezirksamt Berlin-Friedrichshain erteilt. Der Bauantrag war im April vorigen Jahres eingereicht worden.

Die Finanzierung wird von der Bayern LB, federführend durch die Niederlassung Berlin, bereitgestellt. Die Planung des im Stil der Industriearchitektur entwickelten Gebäudes übernahmen in der ersten Phase Michels Architekten. Jetzt wurde sie von Architekt Bernd Driessen und seinem Team fortgesetzt.

"Die Gestaltung des Neubaus greift konzeptionell die baulichen und gestalterischen Elemente der benachbarten Postbahnhof-Altbauten auf und interpretiert diese in sehr eigenständiger Weise neu", sagt Architekt Driessen. "Der Neubau versteht sich als bauliche Ergänzung des historischen Nachbarn und sucht in seiner Erscheinung eher eine Verbindung zu den zu integrierenden Bestandsgebäuden Viadukt und Wasserturm."

Ziel der Gestaltung sei es, eine sehr selbstbewusste eigene Handschrift zu zeigen, in Form und Material einen eigenen Bezug zum umgebenden historischen Bestand herzustellen und damit einen Kontrast zu den bereits dort errichteten oder im Bau befindlichen Neubauten zu setzen. "Der Bahnviadukt wird das Flair der New Yorker Highline ausstrahlen und dem Quartier ein neues städtisches Leben und Identifikation vermitteln", so Driessen.

Das Projekt enthält ausreichende Fahrradstellplätze, Fitness- und Umkleideräume, Wired Score und DGNB-Zertifikat. Mit dem Energieversorger Vattenfall wurde ein langfristiger Vertrag zur Lieferung von Wärme und Kühlung abgeschlossen.

Tilo Krause, der mit seinem Team von Eqviva das Projekt und die Bauprozesse koordiniert, hebt hervor, dass Vattenfall mit dem Pilot Projekt "Smart Cooling" den Bedürfnissen der Eigentümer und Mieter entspricht - die Erhöhung der Energieeffizienz für die immer häufiger notwendige Kühlung von Büroflächen.

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