von Jasch Zacharias

Baureife Projekte verzögern sich – Kanzler hält Versprechen nicht

Baureife Fernstraßenprojekte verzögern sich – der Kanzler kann Versprechen nicht halten

Weil trotz eines Infrastruktur-Sondervermögens in Höhe von 500 Milliarden Euro im Bundeshaushalt 2027 für den Straßenbau eine Deckungslücke von 2,5 Milliarden Euro besteht, stehen zahlreiche baureife Projekte für Bundesfernstraßen auf der Kippe. Sicher ist, dass es zu monatelangen Verzögerungen kommen wird. Das hat der Bundesverband Mittelständischer Bauunternehmen (BVMB) erfahren. Möglich ist sogar ein erneuter Ausschreibungsstopp.

„Alles, was baureif ist, wird gebaut“, hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Mai beim „Tag der Bauindustrie 2026“ in Berlin versprochen. Doch, ob er dieses Versprechen für Straßenbauprojekte halten kann, ist derzeit alles andere als sicher. Bei wichtigen baureifen Bundesfernstraßenprojekten drohen laut dem Bauverband aufgrund der ungeklärten Finanzierungen große Verspätungen. Das ist der Fall  zum Beispiel bei den Tunneln Bubenrad und Dachsloch im Zuge der A 44 bei Sontra (Hessen), beim Riederwaldtunnel (A 66 in Hessen), bei Projekten auf der A 20 und der A 14, beim A 8-Albaufstieg  (Baden-Württemberg) sowie beim zweiten Teil der Rader Hochbrücke (Schleswig-Holstein).

Bild: Luftbild der 1967 gebauten Rheinbrücke Bonn-Nord, die über die A 565 führt,  als noch der Lkw-Verkehr darauf erlaubt war. (Foto:  Autobahn GmbH)

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von Jasch Zacharias

Erschienen in Ausgabe: September 2026 | Seite01

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