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Baumaschinen-Klassiker werden neu aufgelegt

Wacker Neuson und Zeppelin kooperieren bei kompakten Mobilbaggern

Garching bei München – Zeppelin-Mobilbagger der Serie ZM aus den 1990er-Jahren sind bis heute auf Baustellen anzutreffen. An die Entwicklung dieser Baumaschinen-Klassiker wollen Wacker Neuson und Zeppelin Baumaschinen anknüpfen. In einer Kooperation werden beide Unternehmen zwei Mobilbagger – in der 6,5- und 10-Tonnen-Klasse – aufleben lassen. Unter der Bezeichnung ZM 70 und ZM110 sollen beide Geräte, die Wacker Neuson in Hörsching bei Linz fertigt, von Zeppelin Baumaschinen ab dem 1. Januar 2018 in Deutschland vertrieben werden. Am Baumaschinen-Design ist die neue Zusammenarbeit abzulesen – beide Maschinen werden samt Kabine im Zeppelin-Layout gebrandet.

Fred Cordes, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Zeppelin Baumaschinen: „Die Nachfrage nach Mobilbaggern in dieser Größen­ordnung hat in den letzten Jahren spürbar Fahrt aufgenommen. Wir gehen davon aus, dass diese Entwicklung in Zukunft nicht abreißen wird. Denn Bauaufgaben im innerstädtischen Bereich fallen inzwischen immer kleinteiliger aus, was den Einsatz von Maschinen in kompakter Größenordnung erfordert.
Daher versuchen wir unser Produktprogramm auszubauen, um Kunden entsprechende Geräte anbieten zu können, und wollen so eine Angebotslücke schließen. Wir haben uns bewusst für Bagger von Wacker Neuson und damit für Produkte höchster Qualität entschieden, so, wie es unsere Kunden von uns gewohnt sind.“

Alexander Greschner, Vertriebsvorstand der Wacker Neuson SE: „Wir freuen uns auf die enge Zusammenarbeit mit Zeppelin, einem Unternehmen mit hoher Reputation in Deutschland.
So können wir den wachsenden Markt für Mobilbagger in Deutschland gemeinsam bedienen und unsere Marktpräsenz insgesamt erhöhen.“
Gert Reichetseder, Sprecher der Geschäftsführung der Wacker Neuson Linz GmbH ergänzt: „Wir stellen Zeppelin mit diesen beiden Modellen eine wettbewerbsfähige Modellreihe an Mobilbaggern zur Verfügung. Unsere Geräte im Segment 6,5 und 10 Tonnen zeichnen sich durch hohe Leistung bei gleichzeitig deutlich reduziertem Kraftstoffverbrauch aus.“
Der ZM70 verfügt über einen Perkins-404D-Motor, der 36,2 kW Leistung erzielt. Der ZM 110 stellt über einen Perkins-854-Motor 55 Kilowatt Leistung sicher.

Beide Mobilbagger weisen eine voll verglaste Kabine (FOPS) auf, was heutzutage unumgänglich ist, um den vollen Überblick auf den Arbeitsbereich zu haben. Dazu trägt auch der Ausleger bei, der nach rechts versetzt wurde.

Bis zu fünf Zusatzsteuerkreise sind verfügbar. Individuelle Speicherung sowie Einstellungen von Anbauwerkzeugen können damit – auch während des Arbeitsvorgangs – problemlos durchgeführt werden.
Das Display ermöglicht die komfortable Kontrolle über alle Funktionen. Das Load Sensing System sorgt dafür, dass mit last­unabhängiger Durchflussregelung die Arbeitsgeschwindigkeit aller Bewegungen immer konstant und unabhängig von der Last bleibt, auch wenn gleichzeitig mehrere Bewegungen ausgeführt werden. Beide Mobilbagger haben einen geschlossenen Fahrkreislauf. Dadurch werden die Effizienz und Performance beim Fahren deutlich erhöht und die Sicherheit und Bedienung wesentlich vereinfacht.
Über den Straßenfahrt-Modus sind Baustellenwechsel möglich. Durch die großen Reichweiten, maximalen Grabkräfte und kompakten Abmessungen können Arbeiten auch auf engstem Raum produktiv und sicher bewältigt werden.

Mobilbagger von Wacker Neuson hat Zeppelin Rental bereits neben Rad- und Kettendumpern, Elektroradladern und verschiedenen Verdichtungsgeräten in sein Mietprogramm aufgenommen. Gerade in der Vermietung, wo Baugeräte und Baumaschinen in unterschiedlichen Anwendungen zum Einsatz kommen und durch viele Hände gehen, sind laut dem Baumaschinenhersteller aus München die einfache Bedienbarkeit und Servicefreundlichkeit, die hohe Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit ausschlaggebende Kriterien für Kunden, sich für Wacker Neuson-Maschinen zu entscheiden. Das soll auch für die kompakten Mobilbagger gelten, wenn sie das Produktprogramm von Zeppelin Baumaschinen ergänzen und über das Vertriebsnetz vermarktet werden.

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Erschienen in Ausgabe: November 2017 | Seite 14

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