Baustellentechnik - von

Aus einer mobilen Schutzwand wird ein System

Die ProTec-Familie von Berghaus Verkehrstechnik

Kürten-Herweg – Seit den 90-er Jahren entwickelt Berghaus Verkehrstechnik (Kürten) mobile Schutzwände. Durch die Kombination von Entwicklung im Unternehmen und dem direkten Einsatz durch der zur Firmengruppe gehörenden Full-Service-Verkehrssicherungsunternehmen (AVS Verkehrssicherung) besteht eine schnelle, direkte Kommunikation zwischen Fachleuten, die fundiertes Wissen und Erfahrungen in die Produkte einbringen. So wird jedes Produkt in der Entwicklung sowie im Einsatz begleitet, evaluiert und, falls notwendig, optimiert.

Anfangs setzte Berghaus auf Entwicklung und Einsatz von mobilen Schutzwänden aus Stahl. Danach wurde durch geschickte Kombination aus Stahl und Beton die erste ProTec-Schutzwand geschaffen und erfolgreich nach der europäischen Norm DIN EN 1317-2 geprüft.

Über Jahre hinweg entstand so die ProTec-Familie: Mobile Schutzwände, die durch passgenaue Kombination und kraftschlüssigen Verbund miteinander, zu einer Systemlösung gewachsen sind. Hervorragende Werte in Aufhaltestufe und Wirkungsbereich, mit geringer Belastung der Insassen im Fall eines Anpralles an die mobile Schutzeinrichtung werden im ProTec-System vereint. Heute gehören sechs verschiedene mobile Schutzwandtypen zur ProTec-Familie.

• ProTec 50: Die ProTec 50 aus Stahl erreicht mit der Aufhaltestufe T1 und dem Wirkungsbereich W2 einen ASI-Wert A. Die Vorteile dieses Systems liegen in schmaler Baubreite, geringem Platzbedarf und somit hohem Transportvolumen.

• ProTec 50 City: Das zweite reine Stahlsystem ProTec 50 City, Aufhaltestufe T1, Wirkungsbereich W2 und ASI-Wert A, geprüft bei einer Anfahrgeschwindigkeit von 80 km/h, ist aufgrund seiner handlichen Größe die ideale Lösung gerade für innerstädtische Baustellen. Durch das geringe Eigengewicht von nur 23,5 kg je m und der Elementlänge von nur 2 m, kann ProTec 50 City ohne großen Montageaufwand und Einsatz von zusätzlichen Geräten, von jedermann einfach und schnell aufgebaut werden.

• ProTec 100: Die mobile Schutzwand ProTec 100 kombiniert als erstes System in der Produktfamilie die Werkstoffe Stahl und Beton in perfekter Weise. Mit geringer Baubreite, einer Elementlänge von 6 m für wirtschaftlichen Transport und gummiunterlegten Ständern, die den Fahrbahnbelag schützen, erreicht diese Schutzwand die Aufhaltestufen T1 und T3 mit den Wirkungsbereichsklassen W1/W2 sowie den idealen ASI-Wert A.

• ProTec 120: Das ist das Allroundsystem von Berghaus. Es erfüllt die Wirkungsbereichsklassen T1/W1, T3/W2 mit der hervorragenden Anprallheftigkeitsklasse A und ist zudem noch H1/W5-geprüft. Mit einer Elementlänge von 10 m, einer geringen Baubreite von 30 cm und einem günstigen Eigengewicht, das ein hohes Transportvolumen ermöglicht, überzeugt dieses System seit Jahren im In- und Ausland.

• ProTec 121: Eine Verbesserung des Wirkungsbereiches war die Zielsetzung bei der Entwicklung der ProTec 121. So bietet diese mobile Schutzwand gerade für Bauprojekte mit engen Platzverhältnissen die ideale Absicherung. Bei den Anfahrprüfungen hat ProTec 121 erfolgreich die Aufhaltestufen T1/W1 und H1/W5 bestanden. In der Aufhaltestufe T3 wurde zudem die beste Wirkungsbereichsklasse W1 erreicht.

• ProTec 121: Abgerundet wird das Schutzwand-Portfolio der ProTec-Familie mit der ProTec 121, die mit der Aufhaltestufe H1 und dem Wirkungsbereich W4 recht hohe Sicherheitsanforderungen an mobile Schutzwandsysteme erfüllt.

Das Leistungsspektrum von Berghaus Verkehrstechnik erstreckt sich darüber hinaus auf spezielle Zusatzelemente. Dabei handelt es ich um eine breite ergänzende Produktpalette wie etwa Anfangs- und Endstücke, Übergangselemente innerhalb der ProTec-Familie, Übergangselemente zum Systemwechsel auf stationäre Schutzplanken und Fremdfabrikate, Dilationselemente zum automatischen Längenausgleich, Kipplängenbegrenzer (falls vorgeschrieben), Notöffnungselemente, Spritz- und Sichtschutz, Höhenausgleichselemente für Bauwerke, Reparaturelemente für die schnelle Unfallschadenbeseitigung nach einem Anprall und vieles mehr.
Mit ProTec-Tor 50 und ProTec-Tor 120 steht ein werkzeugfrei zu öffnender Schnellzugang für Rettungskräfte zur Verfügung. Mit nur wenigen Handgriffen kann im Notfall die kraftschlüssige Verbindung der mobilen Schutzwände schnell und ohne Werkzeug entriegelt und die ProTec-Tor-Elemente geöffnet werden. Die so entstandene Not-Öffnung ermöglicht dann für die Retter die problemlose Durchfahrt durch die ansonsten geschlossene transportable Schutzwand. In besonderen Fällen lässt sich auch eine Ausleitung des Verkehrs über die Notöffnung vornehmen.
Moderne Bauprojekte erfordern mehr und mehr eine, für Arbeiter und Verkehrsteilnehmer sichere, an das zunehmende Verkehrsaufkommen angepasste und für bauausführende Unternehmen anwenderorientierte Verkehrssicherung aus einem Guss. Die Zeiten von Stand-alone-Wänden im Baustellbereich sind längst vorbei.
Mobile Schutzwände der ProTec-Familie sind daher eine komplette Systemlösung, die nach europäischen Normen geprüft, in der täglichen Praxis erprobt, seit Jahren kilometerweit auf Straßen und Autobahnen im Einsatz, stets sicher und kraftschlüssig miteinander verbunden und zudem entsprechend dem Einsatzzweck vielseitig kombinier- und anwendbar ist.

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Erschienen in Ausgabe: September 2017 | Seite 36

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