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„Auf Dauer rechnet sich das“

Erster Bell B60 in Europa fährt bei Schiewe in Detmold

Baienfurt/Ravensburg – Zügig fährt der große Dumper die 27-prozentige Steigung im Steinbruch in Kirchheide hinauf. Auch voll beladen vermittelt der Bell B60 einen mühelosen Eindruck, wenn er das Gestein aus dem Steinbruch des 1949 gegründeten Familienbetriebs vom Abbau zur Brechanlage transportiert. Nach ersten Wochen im Einsatz ist Geschäftsführer Rolf Schiewe vollauf mit Leistung und Verbrauch zufrieden. Das Unternehmen betreibt drei Steinbrüche: Im Hauptbetrieb in Detmold, dessen Steinbruch der Ursprungsbetrieb von Schiewe ist und der sehr ressourcenschonend behandelt wird, befindet sich eine Asphaltmischanlage sowie die Anlagen zur Aufarbeitung kontaminierter Straßenbeläge. In den Steinbrüchen bei Bentrup sowie in Lemgo-Kirchheide wird hauptsächlich Rohmaterial abgebaut und gebrochen. Mit 50 Mitarbeitern stellt Geschäftsführer Rolf Schiewe verschiedene Splittgemische und Gesteinskörnungen her, ebenso wie Baustoffgemische, Düngekalk, Asphalt, Gabionen und diverse Recyclingprodukte und Beton. Diese Geschäftsbereiche wird er kontinuier­lich ausbauen. Im Jahr werden über alle Produktgruppen 700.000 bis 800.000 Tonnen Material gefördert bzw. verarbeitet. Auch der Fortbestand des Unternehmens ist gesichert, mit Sohn Florian Schiewe ist die dritte Generation ins Familienunternehmen eingetreten. In den letzten beiden Jahren war laut Rolf Schiewe der Markt für Rohmaterial sehr gut, der Markt für die Asphaltmischgüter dagegen durchwachsen, was an den wenigen Baustellen im relativ kleinen Umkreis der Firma liegt, die in dieser Zeit abgewickelt wurden. Das Rohmaterial wird größtenteils über Partnerunternehmen und Speditionen im Steinbruch ausgeliefert, nur drei eigene LKW liefern einen Teil der Produktion aus.

Sehr positives Feedback zum ersten Bell B60 in Deutschland
Der Bell B60 arbeitete zum Zeitpunkt des Besuchs im Steinbruch seit fünf Wochen am Standort Lemgo-Kirchheide. Das erste Fazit von Geschäftsführer Rolf Schiewe fällt sehr positiv aus: „Mit dem neuen B60 können wir etwa 14 Tonnen mehr als mit dem Vorgängermodell in der Mulde befördern, was sich natürlich sehr positiv auf die Produktivität auswirkt. Außerdem werden die mechanischen Belastungen auf die Maschine durch das Zwei-Achsen-System verringert, was sich sicherlich auf die Langlebigkeit der Maschine auswirken wird.“ Ein ganz besonderer Vorteil ist der Verbrauch des Dumpers: Der 60-Tonner bewegt sich beim Kraftstoffverbrauch auf dem Niveau des 40-Tonners des Marktbegleiters, der zuvor im Einsatz war. „Da waren wir angenehm überrascht. Wenn man die Ladeleistung dabei berücksichtigt, ist das wirklich ein großer Vorteil.“

Schiewe ist sehr zufrieden mit der Betreuung durch Kiesel Bielefeld, zwei Fahrer wurden intensiv von Bell und Kiesel eingewiesen. Stammfahrer Maik Bretten, ein umsichtiger und langjähriger Fahrer, mag „seine“ Maschine und gibt entsprechend darauf acht: „Da das Vorgängermodell schon älter war, hat sich mein Arbeitsumfeld mit dem Komfort in der Kabine sowie durch die geringere Geräuschentwicklung deutlich verbessert.“ Zudem sei auch festzustellen, dass der Zweiachser die Wege im Steinbruch deutlich weniger in Mitleidenschaft zieht, als ein Dreiachser.

Im Steinbruch Detmold/Bentrup bewährt sich ein ZX350-6
Der im letzten Jahr gelieferte Hitachi ZX350-6 ist nach Ansicht von Jens Andermann, verantwortlich für die werkseigene Produktionskontrolle, deutlich schneller als das bisher genutzte Modell und braucht bei deutlich höherer hydraulischer Leistung die gleiche Menge an Kraftstoff. Er wird mit verschiedenen Anbaugeräten eingesetzt, zum einen im Bauschuttrecycling wie auch auf eigenen Baustellen.
Magnet und Pulverisierer sind im Bauschuttrecycling im Einsatz. Bei der Nutzung des Magneten konnte Jens Andermann feststellen, dass der Hitachi auch bei der kombinierten Arbeitsbe-wegung von Magnetbetrieb und Fahren absolut spurtreu bleibt und keine Kurven fährt. Geplant ist auch ein Schaufelseparator, der jeweils vor Ort Boden von anderen Reststoffen trennen und damit so verdichtungsfähig machen soll, dass dieser an den Rändern von Deponien hoch und fest aufgebaut werden kann.

Die Hauptaufgabe des Hitachis ist jedoch im Recycling: Hier zerlegt er mit dem Demarec-Pulverisierer DRP45 vor allem Beton. Auch auf der Baustelle in Kirchheide arbeitet der ZX350-6 an den Fundamenten, reicht Schalungen an und vieles mehr. Wenn Not am Mann ist, löst und lädt der Hitachi auch Fräsgut und übernimmt damit teils auch Aufgaben der Radlader. Dabei ist es wichtig, dass das Transportgewicht unter 40 Tonnen liegt und der Bagger je nach Bedarf flexibel zwischen den drei Werken des Unternehmens pendeln kann. Und der Hitachi hat inzwischen seine Fans, weiß Jens Andermann: „Der Fahrer möchte diesen Bagger nicht mehr hergeben. Wenn man das Eisen rausholt, macht sich seine Schnelligkeit bemerkbar. Auch ich freue mich immer, wenn ich mal ein paar Stunden auf dem ZX350 arbeiten darf, das macht einfach Spaß.“

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Erschienen in Ausgabe: September 2017 | Seite 20

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