von Jasch Zacharias

Auf dem Bau gibt es so viele Azubis wie seit 2002 nicht mehr

Stellen im Tiefbau nehmen um 8,5 Prozent zu

DBU/Berlin – Der positive Trend der vergangenen zwei Jahre auf dem Bauausbildungsmarkt setzt sich mit Dynamik fort: So ist die Gesamtzahl der Auszubildenden mit etwa 39.200 auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2002 gestiegen. Dennoch blieben 15 Prozent der Stellen unbesetzt. Diese Zahlen hat jetzt die Sozialkasse der Bauwirtschaft (Soka-Bau) veröffentlicht und beruft sich dabei auf Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (BA).


Zu diesem postiven Trend habe das große Stellenangebot beigetragen, heißt es. Laut Statistik ist insbesondere im Hoch- und Tiefbau die Zahl der Ausbildungsstellen stark gestiegen. So nahm die Zahl der gemeldeten Stellen im Hochbau um sechs Prozent und im Tiefbau sogar um rund 8,5 Prozent zu, während deutschlandweit nur ein Anstieg der Ausbildungsstellen um gut ein Prozent zu verzeichnen war. Angesichts der riesigen Nachfrage nach Fachkräften konnten im Hoch- und Tiefbau 2.300 Ausbildungsplätze nicht besetzt werden.


Das große Angebot an Ausbildungsstellen ist auch ein Erfolg der umlagefinanzierten Ausbildungsförderung in der Bauwirtschaft, die sämtliche Baubetriebe an der Finanzierung der Ausbildung beteiligt und Ausbildungsbetriebe kostenmäßig deutlich entlastet. Nach Einschätzung der Soka-Bau habe die Baubranche zudem von der hohen Zahl an Bewerbern aus den Flüchtlingsherkunftsländern profitiert. Nach Angaben der BA lag die Zahl der Geflüchteten, die sich um einen Ausbildungsplatz beworben haben, dabei auf dem hohen Niveau des Vorjahres.

von Jasch Zacharias

Erschienen in Ausgabe: Seite 2| Dezember 2019

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