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Die Fassadenelemente für die oberen Geschosse wurden mit einer Strukturschalung erstellt.  (Foto: Dyckerhoff GmbH)
Die Fassadenelemente für die oberen Geschosse wurden mit einer Strukturschalung erstellt. (Foto: Dyckerhoff GmbH)

Architektur-Betonfassaden mit Dyckerhoff Weiss

Mannheimer Stadtquartier Q6/Q7

Wiesbaden – Das mehrere hundert Meter umfassende Gebäudeensemble des Mannheimer Stadtquartiers Q6/Q7 Quartiers bietet Platz für Handel, Gastronomie und Büros, für ein Vier-Sterne Superior Hotel und Mietwohnungen. In der Außenansicht überzeugen die aus Dyckerhoff Weiss mit beigen Einfärbungen in zwei Nuancen hergestellten Sichtbetonfassaden.

Der Gebäudekomplex wurde vom Architekturbüro blocher partners aus Stuttgart entworfen und die Pläne für die Fassaden stammen vom Planungsbüro Bade aus Isernhagen. Bauherr ist die Diringer & Scheidel-Unternehmensgruppe aus Mannheim.

Die insgesamt 153.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche gliedern sich in die architektonischen Bereiche Q6/Q7 sowie den Bereich Q7/ehemalige „Kleine Fressgasse“. Eröffnung des Stadtquartiers war im Herbst 2016.

Die Fassaden ihrerseits sorgen für eine stimmige Verankerung des Quartiers in seiner Umgebung. Hergestellt wurden die 1.600 Einzelelemente von der Hönninger Bauunternehmung aus Kirchseeon bei München. Insgesamt wurden 8.000 Quadratmeter Fassadenelemente und 250 Quadratmeter Überkopfplatten verbaut. Die Details der Fassaden geben Aufschluss darüber, was sich jeweils im Innenraum befindet – von der einladenden Glasfassade im unteren Bereich bis zur klassischen Lochfassade als schützende Wand der Wohnungen und Hotelzimmer.

Die vorgehängten Fassadenplatten haben im EG und ersten OG eine glatte Sichtbetonoberfläche und eine Dicke von 12 cm. Im zweiten bis fünften OG sind die Platten 10 Zentimeter dick. Sie wurden mit einer Strukturschalung hergestellt. Die Oberfläche wurde bei allen Platten leicht gesäuert. Deren Abmessungen sind sehr unterschiedlich: Die maximale Höhe beträgt 6,65 Meter, die maximale Breite 5,75 Meter.
Da die gesamte Gebäudehülle des Stadtquartiers ohne außenliegende Entwässerungssysteme geplant wurde, musste die Medienführung hinter der Fassade untergebracht werden. Die Montage der Platten erfolgte über Hebe- und Scherenbühnen, es wurde kein Gerüst gestellt.

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Erschienen in Ausgabe: Februar 2018 | Seite 33

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