. Tizian Meieranz-Nemeth

Der SKY-Ankerdient als mobiler Anschlagpunkt für eine Person mit persönlicher Schutzausrüstung. (Foto: PERI GmbH)

Anker soll Abstürze am Bau verhindern

Peri verspricht sicheres Arbeiten mit seinem Sky-Schalungssystem

DBU/Berlin – Modernes Bauen verlangt heute schnelle und sichere Abläufe auf der Baustelle. Dabei liegt der Fokus selbstverständlich auf einem hohen Maß an Wirtschaftlichkeit. Der hohe Leistungsdruck führt aber auch immer wieder zur Vernachlässigung von wesentlichen Arbeitsschutzmaßnahmen. Das Baugewerbe führt deshalb bis heute die traurige Liste der meisten Absturzunfälle an. Das Unternehmen Peri verspricht bei seiner Skydeck-Paneel-Deckenschalung deshalb, dass auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz besondere Rücksicht genommen wird.

 Jeder Bauunternehmer weiß heute, wie wichtig gut geschultes Personal auf den Baustellen zum wirtschaftlichen Erfolg beiträgt. Zu einem erfolgreichen Baustellenmanagement gehört deshalb unbedingt auch ein hohes Know-how bei der Umsetzung von Sicherheitsstandards, denn erkrankte oder verunglückte Mitarbeiter bedeuten nicht nur persönliche Tragödien, sondern stören oftmals die reibungslosen Abläufe vor Ort und nicht zuletzt die Ausführungsqualität. Die Folgen für den Unternehmer sind manchmal sogar existenziell, wenn hohe Vertragsstrafen bei verspäteter Fertigstellung vereinbart wurden. Der zunehmende Fachkräftemangel verschärft diese Situation erst recht, wenn eingespielte Teams durch Arbeitsunfälle geschwächt und die Kapazitäten auch mit Überstunden nicht mehr erreicht werden.

 Neben der individuellen Sensibilisierung für die eigene Gesundheit und den achtsamen Umgang mit Maschinen, Werkzeugen und Bauhilfsmitteln muss deshalb auch oberstes Ziel sein, die Arbeitsbedingungen auf den Baustellen zu verbessern. Der Schalungs- und Gerüsthersteller aus Weißenhorn legt nach eigenen Angaben großen Wert darauf, seine Gerüst- und Schalungssysteme kontinuierlich ergonomischer und sicherer zu machen.

 

Integrierte Systemsicherheit

Ein gelungenes Beispiel für die Umsetzung dieser Anforderungen ist die Skydeck-Alu-Paneel-Deckenschalung. Ihr Aufbau erlaubt einfaches, schnelles und sicheres Schalen mit integrierter Systemsicherheit. Stützen und Träger werden von unten montiert, anschließend lassen sich die Paneele von oben sicher einlegen. Die geringen Gewichte, die handlichen Abmessungen und die Konstruktion der Systemteile unterstützen ergonomisches Arbeiten.

 Die leichte Deckenschalung besteht aus vier Hauptbauteilen: dem 1,50 x 0,75 Meter großen Aluminium-Paneel mit 9 Millimeter Schalhaut, der Abdeckleiste aus Kunststoff, dem Längsträger und dem Fallkopf. Die Standardteile Paneele und Längsträger bestehen aus Aluminium und wiegen jedes für sich unter 16 Kilogramm. Somit lässt sich jedes Bauteil der Schalung von einer einzelnen Person bewegen.

 Die gewählten Abmessungen und Designs der Systembauteile erlauben eine hohe Handhabbarkeit. Dies gilt auch für die Überkopfarbeit beim Ausschalen. Das geringe Gewicht der einzelnen Paneele sowie die handlichen Abmessungen aller Systembauteile reduzieren die körperliche Belastung der Arbeiter und sorgen für ergonomisches, rückenschonendes und deshalb auch ermüdungsfreies Schalen.

 Absturzsicherung am Deckenrand 

Das Einschalen der Jochträger erfolgt von unten, die Paneele werden von oben eingelegt. Diese Arbeitsweise vereint Sicherheit und Effizienz auch bei großen Raumhöhen. Gleichzeitig verbessert sie sogar die Baustellenübersicht der Arbeiter beim Ein- und Ausschalen. So kann der Betonwerker beim Einschalen der Paneele von oben mit Abstand und Blickrichtung zur Absturzkante seine Tätigkeit sicher ausführen. Die Fang- und Fixierungszähne der Längsträger sichern die Paneele gegen unabsichtliches Herunterfallen und ungewolltes Verrutschen.

 Bei Deckenrändern wird die Skydeck-Bühne aus sicherer Position auf auskragend montierte Längsträger eingebaut. Nach dem Positionieren ist die Bühne sofort kipp- und verschiebesicher gelagert. Die zusammenklappbare Bühne ist für eine Belastung von 150 kg/m2 ausgelegt. Ihr Einsatz am Gebäuderand erspart die Montage eines Fanggerüstes in der darunterliegenden Ebene.

 Zusätzlich bietet ein Stirnseitengeländer eine systemintegrierte Absturzsicherung. Sie lässt sich als komplette Geländereinheit mit 75 Zentimeter beziehungsweise. 150 Zentimeter Breite ganz ohne Werkzeug schnell montieren – an beliebiger Position auf den Längsträgern. Durch eine ausgeklügelte Mechanik verriegelt das Geländer selbsttätig. Um sicherheitsrelevante Teile besonders hervorzuheben, sind sie rot pulverbeschichtet. Setzen und Einrasten von Stirngeländern oder Bühnen auf Längsträgern erfolgen immer aus gesicherter Position.

 Um beim Schalen von oben die Sicherheit der Arbeiter weiter zu erhöhen hat das Unternehmen Peri den Sky-Anker nach EN 795:2012 Typ B mit CE – Baumuster-Zertifizierung entwickelt. Die Anschlageinrichtung dient als Anschlagpunkt für eine Person mit persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz und sichert sie gegen Absturz. Je nach Betriebsanweisung wird ein Anschlagpunkt beim Aufstellen der Deckenschalung benötigt. Der Anker lässt sich wie jedes Bauteil des Schalungssystems von einer Person mit wenigen Handgriffen ein- bzw. ausbauen und versetzen, verspricht der Hersteller. Somit können die Betonwerker am Deckenrand sicher arbeiten und schaffen eine gesicherte Übergabe der eingeschalten Deckenfelder an nachfolgende Gewerke.

 Geringere Materialvorhaltung

Das Fallkopfsystem erlaubt frühes Ausschalen, so dass Paneele und Längsträger schnell wieder für nachfolgende Betonierabschnitte verfügbar sind. Je nach Deckenstärke und Betonfestigkeit kann teilweise bereits nach einem Tag ausgeschalt werden. Dazu wird der Fallkopf einfach per Hammerschlag entriegelt. Die Schalung senkt sich dabei um 6 Zentimeter ab. Die Materialvorhaltung auf der Baustelle wird somit verringert, denn Längsträger und Paneele sind schnell wieder frei für den nächsten Takt.

Durch die Konstruktion der Längsträger wird nur eine Deckenstütze auf 3,45 Quadratmeter Fläche bei bis zu 40 Zentimeter Deckenstärke benötigt. Das spart Zeit und vereinfacht den Quertransport von Schalmaterial. In der Folge sinken die Materialkosten durch reduzierte Vorhaltemengen und eine verkürzte Rohbauzeit. Die Größe der Skydeck-Paneele bietet außerdem gute Möglichkeiten, die notwendigen Passflächen auf ein Minimum zu begrenzen. Da somit weniger Ausgleichsflächen zuzuschneiden sind und diese Arbeiten komplett von oben erfolgen können, lässt sich auch hier wiederum Zeit einsparen.

 

. Tizian Meieranz-Nemeth

Erschienen in Ausgabe: Online

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