. Jasch Zacharias

Achtspuriger Ausbau der A99 östlich von München beginnt

Achtspuriger Ausbau der A 99 bei München beginnt

Bauarbeiten sollen für Verkehrsentlastung und mehr Lärmschutz auf dem verkehrsreichen Autobahnring sorgen

Mit einem symbolischen Spatenstich hat die  Autobahn GmbH den achtspurigen Ausbau der viel befahrenen A99 zwischen den Anschlussstellen Aschheim/Ismaning und Kirchheim östlich von  München freigegeben. Die Schaufel mitangepackt haben  Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer  und der Bundestagsabgeordnete Florian Hahn (beide CSU)  sowie die Bürgermeister der anliegenden Gemeinden Aschheim, Kirchheim und Feldkirchen - Thomas Glashauser, Maximilian Böltl und Herbert Vanvolsem.

150.000 Fahrzeuge am Tag auf der A 99

Die A99 (Autobahnring) verbindet die auf München zulaufenden Autobahnen A 96, A 8-West, A 92, A 9, A94 und A 8-Ost und ist gleichzeitig zentraler Bestandteil der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung Bayerns. Seit Jahren quält sich der Reise- und Wirtschaftsverkehr dort an München vorbei in Richtung Österreich und Italien sowie zurück in Richtung Norden. Morgens und nachmittags im Münchner Berufsverkehr  gibt es meist Stau. Falls ein Unfall passiert sowieso.  Der Autobahnring entlastet den Stadtbereich von München von Durchgangsverkehr und ist - vor allem in der Reisezeit - mit bis zu rund 150.000 Fahrzeugen an einem Tag sehr stark belastet.

Der Ostabschnitt des Autobahnrings wurde in den Jahren 1971 bis 1975 mit sechs Fahrstreifen und einem überbreiten Mittelstreifen für einen späteren 8-streifigen Ausbau konzipiert. Der Verkehr hat zwischenzeitlich so weit zugenommen, dass die Kapazität der A 99 nicht mehr ausreicht, um das tägliche Verkehrsaufkommen zu bewältigen. Regelmäßige Stauungen und Verdrängungsverkehr in das umliegende Netz und in das Stadtgebiet von München sind die Folge.

Um die verkehrliche Situation zu verbessern wird mit dem Ausbau von sechs auf zukünftig acht Fahrstreifen die Kapazität des Autobahnrings erweitert. Zusätzlich wird ein System für temporäre Freigabe des Seitenstreifens errichtet, so dass zukünftig in den Hauptverkehrs- und Reisezeiten zehn Fahrstreifen - fünf in jeder Fahrtrichtung zur Verfügung stehen.


Der Ausbau erfolgt abschnittsweise. Bis Ende 2019 wurde der erste Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz München-Nord und Aschheim/Ismaning ausgebaut. Im zweiten Abschnitt erfolgt bis Ende 2024 der knapp drei Kilometer lange Abschnitt zwischen Aschheim/Ismaning und Kirchheim.   Die Planungen für den anschließenden Abschnitt zwischen Kirchheim und Haar - einschließlich des Autobahnkreuzes München-Ost laufen auf Hochtouren.

 

Bis zum Abschluss der Bauarbeiten wird es nun wahrscheinlich erst einmal noch mehr Staus an den Baustellen geben. Aber Experten halten das Bauprojekt für notwendig und zukunftsweisend für den gesamten überregionalen Straßenverkehr. 

Mit dem Ausbau des Autobahnrings wird auch der Lärmschutz für die Anwohner erheblich verbessert. Eine wesentliche Verbesserung der Lärmsituation wird durch den Einbau eines Offenporigen Asphalts (OPA) erreicht, der alleine eine Reduktion des Lärms um 5dB(A) erzielt. Darüber hinaus werden auch Lärmschutzanlagen mit einer Höhe von bis zu zehn Metern (Lärmschutzwallwandkombinationen) errichtet.

 

Bild: der erste Spatenstich mit Bundesverkehrsminister Andi Scheuer (CSU, Bildmitte)  MdB  Florian Hahn sowie  den regionalen Bürgermeistern der anliegenden Gemeinden Aschheim, Kirchheim und Feldkirchen Thomas Glashauser, Maximilian Böltl und Herbert Vanvolsem.  (Foto: Autobahn GmbH)

. Jasch Zacharias

Erschienen in Ausgabe: online

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