Abbruch des ehemaligen Robotron-Gebäudes in der Gerberstraße 3–5 in Leipzig.
Abbruch des ehemaligen Robotron-Gebäudes in der Gerberstraße 3–5 in Leipzig.

Abbruch des ehemaligen Robotron-Gebäudes in Leipzig

Baufeldfreimachung für den Büroneubau der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank

Mit den Abbrucharbeiten beauftragte die Sächsische Aufbaubank – Förderbank – die Caruso Umweltservice GmbH aus Großpösna, Mitgliedsfirma beim Deutschen Abbruchverband e.V. (DA), welche die Arbeiten in der Zeit vom 28.01.2013 bis zum 22.08.2013 realisierte.
Der Auftrag beinhaltete die komplette Entkernung des Gebäudes sowie den Abbruch der oberirdischen Bausubstanz bis UK Kellerdecke. Der verbliebene Keller sollte mit unbelastetem Abbruchmaterial verfüllt und mit einer RC-Schicht abgedeckt werden.

Die Kubatur des Gebäudes betrug 86.780 m³, die Grundfläche 5.420 m². Das Kellergeschoss ist als monolithische Stahlbetonkonstruktion in einer Betonwanne errichtet worden, da das Gebäude im Grundwasserbereich gegründet ist. Das Erdgeschoss ist ebenfalls als monolithische Stahlbetonkonstruktion ausgeführt, die Obergeschosse in Betonfertigteilbauweise.

Zu Beginn der Maßnahme erfolgte eine umfangreiche Entkernung und Schadstoffsanierung. Im Gebäude befanden sich Technikräume, Kinosaal sowie Büroräume, welche zum Teil noch mit Mobiliar versehen waren. Es wurde die gesamte Haustechnik (Heizung, Lüftung, Elektro und Sanitär) ausgebaut, ebenso Fußbodenbeläge, Unterhangdecken sowie alle nichttragenden Wände. Die anfallenden Abfälle (z. B. Mineralwolle, Dachpappe, Leuchtstoffröhren u. a.) wurden separiert und ordnungsgemäß entsorgt.

Der maschinelle Abbruch begann Ende April 2013. Zum Einsatz kamen dabei ein Longfrontbagger CAT 365 (33 m Ausleger mit Betonzange und Abbruchgreifer) sowie ein Demlone70 (29 m Ausleger mit Betonzange und Abbruchgreifer).

Der Abbruch der unteren Geschosse und der Kellereinbauten sowie die Aufbereitung des Abbruchmaterials erfolgte mit einem CAT 345D, mehreren CAT 329E sowie einem Mobilbagger CAT M 318. Während der Abbruchmaßnahme wurden umfangreiche Maßnahmen zur Reduzierung der Staub- und Lärmbelästigung für die Anwohner (z. B. Einsatz von Wasser-Sprühvorrichtungen an Baggern und mobilen Bewässerungseinrichtungen im Baufeld zur Staubbindung) ergriffen.
Auf der Abbruchfläche wurde zum Abschluss eine 0,5 m mächtige Recyclingschicht aufgebracht. Zur Reduzierung einer möglichen Staubbelästigung der Anwohner wurde zusätzlich eine Mutterbodenschicht aufgetragen und eine Rasenansaat auf der gesamten Abbruchfläche vorgenommen.
Eine besondere Herausforderung während der Arbeiten bestand für die Firma Caruso in der Erfüllung der denkmalschutzrechtlichen Vorgaben. Diese beinhalteten, dass die auf vier Etagen verteilten Gipsreliefs von jeweils ca. 10m² Größe, aufgebracht auf einer lediglich 12cm starken Ziegelwand, geborgen und für einen späteren Wiedereinbau gesichert werden.

Nach reichlicher Überlegung zur optimalen Technologie wurden die Wände mit Holzplatten und einer Gipsvorsatzschale stabilisiert, in einen Stahlrahmen gespannt und während der Abbruchmaßnahme mit einem Kran aus dem Gebäude gehoben. Die gesamten Abbrucharbeiten wurden gutachterlich von der SakostaSKB GmbH, Niederlassung Leuna, begleitet.

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