Mecalac - . Heiko Metzger

Weltpremiere: Die beiden Modelle 11MWR (vorne im Bild) und 15MWR bei der Präsentation der neuen MWR-Serie von Mecalac im französischen Annecy.   (Foto: Heiko Metzger)
Weltpremiere: Die beiden Modelle 11MWR (vorne im Bild) und 15MWR bei der Präsentation der neuen MWR-Serie von Mecalac im französischen Annecy. (Foto: Heiko Metzger)

Ein Design, das die Vorteile verschiedener Maschinentypen bündelt

Mecalac hat sich auf kompakte Baumaschinen für städtische Baustellen spezialisiert. Jetzt hat der Konzern seine neue Bagger-Serie MWR vorgestellt.

DBU/Annecy/Berlin – Der französische Baumaschinen-Konzern Mecalac hat Mitte Mai seine neue Kompaktbagger-Serie MWR der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Die Vorstellung der Serie erfolgte ungefähr ein Jahr, nachdem das Konzept der Maschinenreihe auf der weltgrößten Baumaschinen-Messe der bauma in München vorgestellt wurde und mit dem Innovationspreis der Messe ausgezeichnet wurde.

Die Mecalac-Gruppe, zu der auch das Unternehmen Mecalac Baumaschinen GmbH, ehemals Ahlmann gehört, hat sich auf kompakte Baumaschinen spezialisiert, die speziell für innerstädtische Baustellen zugeschnitten sind. Damit nimmt die Unternehmengruppe, deren Hauptsitz sich in der Nähe des malerischen Sees Lac d´Annecy in den französischen Alpen befindet, eine Sonderstellung unter den großen Baumaschinenherstellern der Welt ein. Mecalac sei weder ein „Baumaschinen-Fullliner“ noch ein „Hersteller von Spezialmaschinen“, sagte Henri Marchetta, Chef des familiengeführten Mecalac-Konzerns, anlässlich der Vorstellung der neuen MWR-Serie. „Wir sind ein Konstrukteur von Baumaschinen für urbane Baustellen und für den Bau von Autobahnen“, so Henri Marchetta, der Mecalac seit 1991 führt. Damals hatte er das Unternehmen mit 50 Mitarbeitern gekauft, heute beschäftigt Mecalac weltweit 820 Mitarbeiter.

Konzern-Geschichte
Den Worten der Konzernspitze kann man entnehmen, dass Mecalac mit Stolz auf seine Firmengeschichte blickt. So betonte Alexandre Marchetta, Vize-Präsident des Konzerns und Sohn von Konzern-Chef Henri Marchetta, wie wichtig für ein Unternehmen seine Vergangenheit sei. „Die Vergangenheit muss respektiert werden. Geschichte zu haben ist eine Stärke, ein Glück.“
Mecalac wird im Jahr 1974 als „Mécanique du Lac“ in Annecy-le-Vieux gegründet. Gleich nach dem Kauf des Unternehmens treibt Henri Marchetta die Industrialisierung der Fabriken voran. 2002 folgt die Übernahme des Radlader-Herstellers Ahlmann. Das Unternehmen aus dem schleswig-holsteinischen Büdelsdorf zählte schon damals zu den Technologieführern unter den Radladern-Herstellern. 2010 verschwand der Markenname „Ahlmann“. Seither werden alle Maschinen des Konzerns unter der Marke Mecalac vertrieben. Ende 2016 erwarb Mecalac den Hersteller Terex Construction Equipment UK, ein Tochterunternehmen des US-amerikanischen Baumaschinen-Konzerns Terex. Das Unternehmen mit Sitz in der britischen Industriestadt Coventry wurde vollständig in den Mecalac-Konzern integriert und fertigt heute Baustellenkipper, Baggerlader und Verdichtungsgeräte.
Insgesamt betreibt Mecalac nunmehr fünf Fabriken und fertigt rund 50 verschiedene Baumaschinen-Modelle.

Innovation: MWR
Konzern-Chef Henri Marchetta, selbst Maschinenbauingenieur und bis heute aktiv in die Maschinenentwicklung eingebunden, sagte: „Innovation ist unsere DNA. Innovation ist unsere Unternehmenskultur.“ Mit jedem Produkt wolle Mecalac auf die Bedürfnisse der Marktes eingehen und einen wesentlichen Nutzen für die Kunden schaffen.
Die Idee hinter der neuen MWR-Serie von Mecalac ist es, die Vorteile eines Mobilbaggers mit den Vorteilen eines Raupenbaggers in einer Maschine zu vereinen. Hierzu haben die Entwicklungsingenieure des Unternehmens einen Anforderungenkatalog aufgestellt, den die neue MWR-Serie erfüllen musste: Stabilität, Kompaktheit, Bediener-Freundlichkeit, Mobilität, Vielseitigkeit und Zugangsfreundlichkeit.
Der französische Konzern wirbt damit, mit den Maschinen der MWR-Serie all diese Anforderungen zu erfüllen.
Laut Konzern-Vize Alexandre Marchetta folgt Mecalac bei dieser Aufgabenstellung seiner bewerten Vorgehensweise: „Mecalac geht immer davon aus, dass im Design der Maschine die Lösung liegt.“
Und tatsächlich ist Mecalac mit der MWR-Serie neuerlich eine Modell-Reihe gelungen, die sich schon durch ihr Design vom Großteil aller anderen Baumaschinen auf dem Weltmarkt abhebt.
Zum Serien-Start Mitte Mai enthüllte Mecalac gleich vier Modelle vor einem internationalen Publikum aus Händlern, Kunden, Nutzern und der Fachpresse: den 7MWR mit sieben Tonnen Betriebsgewicht, den 9MWR mit knapp neun Tonnen, den 11MWR mit fast elf Tonnen und den 15MWR, der bei einem Betriebsgewicht von über 15 Tonnen mit einem 90-KW-Motor ausgestattet ist. Bereits im Sommers dieses Jahres sollen die MWR-Modelle in Europa erhältlich sein.
„Der MWR ist als Serie konzipiert“, sagte Konzern-Chef Henri Marchetta. Die neue Serie ergänze die 2009 vorgestellte MCR-Serie, eine Modellreihe innovativer kompakter Raupenbagger, so Henri Marchetta weiter.

Weltmarkt
Für Mecalac ist Europa nach wie vor die wichtigste Absatzregion. „Die USA sind für uns ein Wachstumsmarkt; Europa ist schon immer der Sockel unserers Erfolgs“, so Alexandre Marchetta. Beim Ausbau der Marktaktivität in Nordamerika will sich Mecalac vor allem auf das ehemalige Vertriebsnetz von Terex stützen. Denn der Konzern wolle nicht bei jedem einzelnen Händler anklopfen, so Henri Marchetta. „Brauchen wir auch gar nicht. Denn die Händler kommen zu uns. Weil niemand solche Bagger baut, wie wir es tun“, so der Mecalac-Chef weiter. 

. Heiko Metzger

Erschienen in Ausgabe: Juni 2017 | Seite 5

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