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Doppelbackenbrecher, wie dieses Herstellers Arjes, sind typische Baustoffmaschinen.   (Foto: Heiko Metzger)
Doppelbackenbrecher, wie dieses Herstellers Arjes, sind typische Baustoffmaschinen. (Foto: Heiko Metzger)

Deutsche Hersteller von Baustoffanlagen sind optimistisch

Branche wächst dank individueller Großaufträge

Frankfurt am Main – Bei aller Heterogenität erwarten die deutschen Hersteller von Baustoffanlagen in der Breite einen Aufwind für das laufende Jahr. Schon Ende 2016 waren die Auftragseingänge in den meisten Teilbranchen gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. „Das sollte sich in den nächsten Monaten dann auch in Umsatzwachstum wandeln“, sagte Sebastian Popp, Konjunkturexperte für Bau- und Baustoffmaschinen anlässlich des Baustoffanlagentages, den der VDMA Ende April in Frankfurt veranstaltete.

Nach mehreren Jahren des Rückgangs ohne echte Impulse, ist der Branchenumsatz der deutschen Baustoffanlagenhersteller 2016 um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 4,7 Mrd. Euro gestiegen. Das Plus kam vor allem aus dem Auslandsgeschäft. Auch der Anstieg der Auftragseingänge um rund 20 Prozent war maßgeblich auf internationale Bestellungen zurückzuführen. Die USA sind weiterhin der größte Absatzmarkt für Baustoffmaschinen aus Deutschland, gefolgt von China und Russland. Die gute Lage ist jedoch kein Anzeichen für einen breiten Aufschwung. Es sind vor allem einzelne individuelle Großaufträge, die die Gesamtbranche nach oben ziehen.
Trotzdem ist die Branche für 2017 optimistisch. Die europäische Bauwirtschaft sollte sich mit einem Wachstum von geschätzt zwei Prozent solide entwickeln, mit Deutschland und Großbritannien als Zugpferde. Die USA sowie einige Schwellenländer versprechen gute Marktchancen. Die Weltnachfrage nach Zement wird nach Angaben von IA Cement in diesem Jahr um zwei Prozent steigen und die Bergbauunternehmen bekunden laut Citi Research nach einer langen Durststrecke weltweit wieder Kaufabsichten.

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Erschienen in Ausgabe: Juni 2017 | Seite 2

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